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Aufgabe ist, eine kleine
Erzählung (oder den Anfang eines längeren Textes) von 500 - 600 Wörtern zu
basteln; einzige Auflage: Jedes oben genannte Wort darf einmal verwendet werden
und natürlich konjugiert, dekliniert werden.
Das Vokabular habe ich
"Goodbye, Columbus!" (von Philip Roth, Reinbek, 1987) entnommen. Der Kurzroman
fängt so an: Wer es vorher nicht lesen will, schaut einfach nicht
hin.
"Als ich Brenda zum
ersten Mal sah, bat sie mich, ihre Brille zu halten. Dann ging sie bis zum Ende
des Sprungbretts und blickte wie durch Nebel ins Schwimmbecken: Auch wenn es
leer gewesen wäre, die kurzsichtige Brenda hätte es nicht bemerkt. Sie tauchte
mit einem prachtvollen Sprung ins Wasser; gleich darauf kam sie
zurückgeschwommen, den Kopf mit dem kurzgeschnittenen kastanienbraunen Haar hoch
erhoben, ein wenig vorgestreckt, als sei er eine Rose an einem langen Stiel. Sie
glitt zum Rand des Beckens, und schon stand sie vor mir. »Vielen Dank«, sagte
sie, und ihre Augen waren wässerig, aber nicht vom Wasser. Sie nahm ihre Brille
an sich, setzte sie aber erst auf, als sie sich umdrehte und wegging. Ich sah
ihr nach. Plötzlich tauchten ihre Hände hinter ihr auf. Daumen und Zeigefinger
packten die untere Kante des Badeanzugs und brachten das hervorschauende Fleisch
mit einem Ruck an seinen Platz. Mein Blut wallte auf."
Natürlich gibt es eine Menge Schlüsselwörter (Blut, Fleisch et al) in
dem Text, und ich denke, entscheidend ist, wie man mit ihnen umgeht. Man kann
auf sie "hereinfallen", sie in den Bereich der Retrospektive verweisen, in den
Bereich der Spekulation oder sie auch verneinen. Auch der Hinweis muss wohl sein: Ich kann natürlich keine Garantie
dafür geben, dass die hier veröffentlichten Texte keine Plagiate sind. Ich lese
viel, aber alles kann niemand
lesen. |