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Grausiger
Mumienfund in Rübenach
Oder: der gerollte Bilch
Einen
grausigen Mumienfund gab es heute in Rübenach, als ein Bewohner der
Keltenstraße zufällig einen Blick auf seine eingefahrene Markise warf:
An
der Seite ragte etwas heraus, das wie ein schütteres Fellbündel von der
Größe einer Kinderhand aussah.
Nach
Ausfahren der Markise fiel das Etwas herunter – und entpuppte sich als
ein zur Mumie vertrockneter Bilch – genauer: als Gartenschläfer - der
offenbar vor längerer Zeit eingeklemmt und um die Markise gerollt worden
war.
Dort muss er verstorben sein.
Der
Bilch wurde artgerecht in der grünen Tonne entsorgt.
Grausiger Mumienfund in Rübenach - II
Oder: der aufgespießte Bilch
Einen erneuten grausigen Mumienfund gab es wiederum in Rübenach.
Ein Bewohner der Keltenstrasse ging einen schmalen Gartenweg an seinem Haus entlang, hinter ihm seine braunlockige hübsche Gefährtin.
Plötzlich erscholl ein Schreckensschrei. Wie unschwer zu erraten war, musste dieser Schrei von der hübschen Braunlockigen stammen.
Als sich besagter Bewohner also in höchster Besorgnis umwandte, blickte er in die weit aufgerissenen erschreckten rehbraunen Augen seiner Gefährtin, die mit ausgestrecktem rechten Arm auf ein Etwas zeigte, das sich in einem herbstbedingt blattlosen Dornenbusch zwischen Haus und Weg befand. Es sah aus wie ein schütteres Fellbündel von der Größe einer Kinderhand.
Bei näherem Hinsehen entpuppte sich das Etwas als die vertrockneten Überreste - also Fell, Skelett, Schädel und Zähne - eines Bilches; genauer: eines Baumschläfers. Dieser hatte offensichtlich die Hauswand senkrecht erklimmen wollen, um dann wie üblich in den Dachboden einzudringen und dort Radau zu machen.
Bei der Klettertour war er anscheinend abgestürzt und in die Dornen gefallen, aus denen er sich nicht mehr befreien konnte. So muss er elendiglich umgekommen und zur Mumie vertrocknet sein.
Der Bilch wurde artgerecht in der braunen Tonne entsorgt.
© Frank Becher 2002
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