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Alle Rechte vorbehalten © All rights reserved by Klaus-Dieter Regenbrecht 1998 - 20
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Zettelkasten, Zettel 2e

Auszüge aus dem Roman
"Transit Wirklichkeit" gibt es hier:

Sommer 1989 DDR, Ungarn, Massenflucht

Bei der größten Massenflucht seit dem Mauerbau haben sich am Wochenende annähernd 900 DDR-Bürger aus dem Urlaub in Ungarn über die grüne Grenze nach Österreich abgesetzt. Die Regierungen in Bonn, Budapest und Wien waren schon vorher darüber informiert worden, daß viele DDR-Bürger in Ungarn ein paneuropäisches Treffen in Sopron (Ödenburg) dicht an der Grenze dazu benutzen würden, einen großen Fluchtversuch zu riskieren. Mehr ...

Das Neue Forum ist auf dem Weg zur Zulassung

Krenz auf Reformkurs. Die einschneidenden Veränderungen in der DDR gehen weiter. Gestern wurde das Politbüro auf Reformkurs gebracht. Politiker aller Fraktionen des Bundestages forderten Ost-Berlin zu freien auf, wer immer sich freien ließe von diesen Freiern. Mehr ...

Die Deutsche Demokratische Republik im Oktober 1989,

das Land der Massendemonstration und der Bürgerflucht. Der aufmerksame Zeitzeuge im Lande selbst, wie auf der ganzen Welt, erlebte hier den aus der Verzweiflung geborenen Volkswillen zur tiefgreifenden Veränderung als treibenden Faktor demokratischer Willensbildung gegen einen maroden Machtapparat; ein neuer Aufbruch gegen Parteibonzen und Politfunktionäre. Mehr ...

Das Leben schmeißt einem die Brocken an den Kopf

und vor die Füße. Das Leben schmeißt einem die Brocken in die Magengrube, schwere Brocken Berlin, eine Stadt liegt sich schmerzgekrümmt in den Armen. Die Berliner tanzten auf dem Brocken "Berliner Mauer", die Sektkorken knallten am Brandenburger Tor.
In der Nacht zum zehnten November lag sich Berlin in grenzenloser Freude in den Armen. Eine Nacht ohne Grenzen, die vor wenigen Wochen niemand für möglich gehalten hätte. (Auszug wird demnächst hochgeladen)

Neunter November 1989, West-Berlin:

Gudrun schaltete einen Gang zurück, rückte näher, näherte sich mir, mir eingehakt und unter, unter Null war es ohnehin, hin und her zog das Volk, denn das Volk sind wir, wir sind verliebt, verliebt bis über beide Ohren, meine Herren, die Ohren wollten es kaum glauben, sie vernahmen es mit Staunen, WAHNSINN hieß es fassungslos in jener unglaublichen Nacht, in der mich keine zehn Teufel auf die Mauer gebracht hätten. Mehr ...

Ein Auszug, der in Ost-Berlin anfängt und in Montana endet:

Es war aber nicht der Professor, der kam, es war eine junge Frau. Sie war wohl Anfang dreißig, klein und schnuckelig ausstaffiert. Sie machte ganz den Eindruck, als sei sie so assimilationsfähig geworden, jederzeit zwischen den ausgestellten, urtümlichen Museumsstücken irrtümlich zu verschwinden. Sie ging, als würden ihre Gelenke von Kupferdraht und Stahlnägeln gehalten.
(Hat die Wiedervereinigung nicht zum Gegenstand und ist eine der vielen erholsamen Abweichungen ;-) Mehr ...

Es gibt keine unüberwindlichen Wunden des Triumphs

in der friedlichen Gärungs-, Wirtschafts- und Spezialunion. Wer die Störung ohne Einfluss will, muss den Einheitsbrei ganz rasch und klar definiert anstreben. Die unverbrüchliche Anerkennung der Alleinherrscher im Interesse einer gemeinsamen Meßlatte stimmt nur nachdenklich, wenn man das Resultat an den neugegründeten Prognosen der legalen und illegalen Resultate misst. Es gibt keinen Grund, diese unsere Sprache weiter zu verwirren.
Die erste geheime und freie Wahl ist nicht zum erhofften Befreiungsschlag geworden. Schon am zweiten Tag nach dem historischen Datum 18. März 1990 ist festzustellen, dass die alten Sorgen und Nöte längst nicht vergessen sind.
(Auszug wird demnächst hochgeladen)

© by KD Regenbrecht 2009