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Alle Rechte vorbehalten All rights reserved by Klaus-Dieter Regenbrecht 1998 - 20
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Die Definition von Wahnsinn - Mein Seuchenjournal, 40 Seiten im Journalformat (21x27 cm)

Das Buch im Journalformat. Kritische Kommentare zur Pandemie und Pandemiebekämpfung werden aufgelockert durch zahlreiche Informationen und Illustrationen. Das Journal beginnt im Sommer 2020 und endet im Mai 2021. Um die Kommentare herum sind informative Beiträge über Impfen, Epidemie und Pandemie, die Buchbesprechung „Die Geschichte der Seuchen“ von Stefan Winkle sowie literarische Texte versammelt. Ebenso werden die aktuellen #Versuche, Kunst und Kultur, die unter Absagen leiden, sich mit Livestream und Video-Konferenzen, Online-Teaching und Webseminaren über Wasser zu halten, kritisch beleuchtet.
Klaus-Dieter Regenbrecht zitiert Shakespeare und Mary Shelley, E.T.A. Hoffmann und Georg Christoph Lichtenberg, John Donne und Peter Sloterdijk u.a. Lyrische und erzählerische Passagen aus dem eigenen Werk aus vier Jahrzehnten widmen sich den Themen Leben und Sterben, Krankheit und Schmerz. Der Autor versucht so, der Diskussion in der Krise, die Corona ausgelöst hat, eine menschlich umfassendere Perspektive zu vermitteln: „Nicht das Leugnen, nicht das Verdrängen von Schmerz, Krankheit und Tod macht uns stark, sondern indem wir Blöße geben, unsere Verletzlichkeit und Sterblichkeit anerkennen, gehen wir trotzig und lächelnd durchs Leben.“

2021 by Klaus-Dieter Regenbrecht 

Über Klaus-Dieter Regenbrechts Seuchenjournal
Von Michael Winter

Wenn man dieses Journal durchgelesen hat, ist man zunächst von der Mischung aus illustriertem Album, Tagebuch mit rückblickenden Selbstbetrachtungen eines Kulturschaffenden in Zeiten eines seuchenbedingten Stillstands und dazu passenden Zitaten aus eigenen Werken außer Atem. Als sei man von der CCCP-Seuche betroffen, die der Autor einen eigenen Text zitierend auf Seite 28 mit den Sätzen charakterisiert: „Am 13. Mai 1999 trat weltweit, plötzlich und unerwartet die (fälschlich so bezeichnete) CCCP-Seuche auf. Von einer Sekunde zur anderen verwandelten sich besonnene, erfahrene und verantwortungsbewußte Autofahrer in die abartigsten Ungeheuer.“
Dann aber setzt sich beim Leser die Erkenntnis durch, die alle Aufzeichnungen während der aktuellen Pandemiemonate durchziehen: Es nützt nichts auszurasten, weder vonseiten der Politiker im Verordnungswahn noch vonseiten ungeduldiger Seuchenleugner in Straßenschlachten. Der römische Kaiser Marc Aurel, der in diesem Jahr (2021) den 1.900. Geburtstag feiern könnte, hat in seinen „Selbstbetrachtungen“ während einer von Soldaten aus einem vierjährigen Krieg in Syrien eingeschleppten und zwanzig Jahre dauernden Pocken- oder Pestepidemie gefragt: „Ist nicht die Zerstörung der menschlichen Vernunft eine viel schlimmere Seuche als die Übertragung der Pest?“
Die nicht ironie-, aber verschwörungstheoriefreien Texte des Seuchenjournals von Klaus-Dieter Regenbrecht schließen Vorwürfe mit dem Fazit „Staatsversagen“ gegen Politiker ein und laufen auf ein Plädoyer für eine moderate Öffnungsvernunft hinaus. Aber in ihnen verbirgt sich kein Freifahrtschein für Unbekümmertheit. Die Hoffnung auf ein
Aufblühen von Kunst und Literatur nach der Pandemie bildet den Hintergrund von allen Texten.