„Nicht mit uns: Die Bücherrevolte - Ein Essay und Protokoll, Lese- und Handbuch, ca 150Seiten; mit zahlreichen Abbildungen.
978-3-925805-90-5 12,90 Euro,
Was wäre, wenn die Bücher sich uns verweigerten, wenn sie nur leere Seiten hätten?
Dieser Frage geht Klaus-Dieter Regenbrecht in seiner jüngsten Publikation nach. Er sieht die Menschheit mit der Künstlichen Intelligenz und dem Autonomen Fahren an einer ähnlichen Schwelle wie vor 500 Jahren mit Gutenbergs beweglichen Lettern und der See-Navigation des Columbus. 
Durch die ungewöhnliche Kombination von Essay und Protokoll, Lese- und Handbuch werden die sehr unterschiedlichen Aspekte der Produktion und Rezeption von Literatur erörtert. Ihre Entstehung also, auch unter Einbeziehung von KI, und der Umgang mit ihr durch die Leserschaft, die Kritik und die Wissenschaft. Auch neuere Entwicklungen von Buchblogs und Influencerinnen werden thematisiert. Der Autor greift neben vielen aktuellen dabei auch auf Textbeispiele von Franz Kafka und Uwe Johnson, von Ernest Hemingway und Thomas Pynchon und vielen anderen zurück aus den Bereichen der erzählenden und lyrischen Literatur. Als Kontrast und zur Veranschaulichung zu den vielen gelungenen verweist Regenbrecht auch auf Beispiele für misslungene Texte. Ein Höhepunkt ist sicher die Auseinandersetzung mit Passagen aus „Zettels Traum“ (Arno Schmidt), ihrer gewissermaßen analogen Hypertext-Qualität, und solchen aus „Finnegans Wake“ (James Joyce), die für jegliche Form der Intelligenz eine Herausforderung darstellen. Es entsteht so ein umfassendes Bild dessen, was Schreiben als Kunstform unverwechselbar macht und auszeichnet.
Nicht mit uns: Die Bücherrevolte“ kann sehr gut als Einstieg in ein Literaturstudium genutzt werden; Regenbrecht verzichtet in seiner Abhandlung aber auf eine allzu wissenschaftliche Nomenklatur, so dass das Buch von allen an Literatur Interessierten mit Gewinn gelesen werden kann.
Klaus-Dieter Regenbrecht, literatur- und sprachwissenschaftlich an den Universitäten Tübingen und Bonn ausgebildet, hat in vierzig Jahren über dreißig belletristische und wissenschaftliche Titel veröffentlicht. Viele Jahre war er zudem als Dozent im Kreativen Schreiben tätig und hat seinen eigenen Verlag. Er kennt also den Literaturbetrieb aus verschiedenen Perspektiven.
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